Kategorie: Medien


mediale Widersprüche – Teil 2: Das Kreuz mit dem Alkohol

5. März 2010 - 14:31 Uhr

Unglückliche Momente sind wohl ein zuverlässig auftretender Bestandteil eines jeden Menschen Lebens. Der eine wurde mit dem Finger in der Nase vom Vorgesetzten überrascht, ein anderer vielleicht beim Schlaf im Unterricht erwischt. Wieder andere ertappt man beim Hinterziehen von Steuern und nicht wenige stellen sich beim Autofahren in angetrunkenem Zustand ausreichend ungeschickt an, um der Polizei aufzufallen. Als besonders unglücklich erweisen sich vor allem die letzten beiden Situationen, wenn man im Licht der Öffentlichkeit steht. Dieses Licht wird dann schlagartig und oft zum letzten Mal gleißend hell. Als beinahe unübertreffbar unglücklich ist schließlich ein solches Malheur zu bezeichnen, wenn es einem Amtsträger widerfährt, der außer seinem Amt auch noch eine moralische Verpflichtung trägt.

Eine derartige moralische Verantwortung sagten die Anhänger des evangelischen Glaubens verständlicherweise ihrer Vorsitzenden Margot Käßmann nach. Diese bewies kürzlich, dass ein Paar Gläser Wein den Kopf hervorragend von jeglichen Verantwortungen befreien können und ließ sich zudem auch noch von relevanten Persönlichkeiten der Verkehrsaufsicht dabei beobachten, wie sie mit 1,54 Promille eine rote Ampel ignorierte. Wie selbstverständlich trat die 51.-jährige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche angesichts des erdbebenartigen Mediengetöses einige Tage später zurück. Verblüffend ist an der Berichterstattung vor allem die Tatsache, dass der Hauptvorwurf nicht etwa darin bestand, dass sie angetrunken bei rot über eine Ampel gefahren ist. Vielmehr prangerte man an, dass sie als Bischöfin dem Alkoholgenuss fröhnte.

Zugegeben, ihre Glaubwürdigkeit hat dadurch schon mehr als einen Kratzer genommen. Dennoch kann man festhalten, dass der EKD mit Käßmann die erste Persönlichkeit abhanden kommt, die man in Debatten zu aktuellen, politischen Themen ernst genomman hatte. Im Atemzug der Rücktrittserklärung versicherte die evangelische Kirche zugleich trotzig, dass man “sich auch weiterhin in politische Themen einmischen” werde. So sprang der offizielle Nachfolger Käßmanns, Nikolaus Schneider gleich auf den populären Zug der Westerwellekritik auf, um damit auf seine moralische Kompetenz zu verweisen.

Worin besteht nun der mediale Widerspruch? Dazu muss ich erst einmal ein verstaubtes, unrechtmäßig unbeachtetes, aber dennoch aktuelles Thema aus der Versenkung bergen. In der Bundeswehr wurde kürzlich aufgedeckt, dass es im Rahmen von Aufnahme-Ritualen (und damit ist offenbar nicht die übliche Musterung gemeint) in unzähligen Fällen zu regelrechten Exzessen kam.

Der erste Fall, der in diesem Zusammenhang, wenigstens beiläufig in den Medien Erwähnung fand, betraf die Gebirgsjäger im bayrischen Mittenwald. Dort wurden Soldaten von ihren Kameraden beispielsweise gezwungen, Rollmöpse oder rohe Schweineleber mit Frischhefe zu essen. Bevor nun allerdings eine fabelhafte Kreativität unterstellt wird, sich an die afghanische Küche zu gewöhnen, sollte man Erwähnen, dass dieser Initiationsritus mit Namen “Fuxtest” von Trinkgelagen begleitet wurde, die der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe (der es ja wissen sollte) als “Komasaufen” bezeichnete. Bekannt wurden diese Informationen durch den Brief eines Exsoldaten an Robbe, in dem er die Rituale schilderte.

Seither gingen über 20 weitere Briefe im Büro des Wehrbeauftragten ein, die deutlich machen, dass derlei Exzesse ebensowenig Einzelfälle sind, wie katholische Knabenfreundschaft. Guttenberg kündigte “nachdrückliche Aufklärung” an, die ich, mehr noch als im Falle Käßmann, zukünftig von intensiver Prävention begleitet sehen möchte. Bekannt ist zudem, dass auch Vorgesetzte von den Exzessen gewusst haben. Im Rahmen der “Ausmusterung” der Verantwortlichen und ranghoher Mitwisser, könnte man die zeitgemäße Reduzierung auf eine Berufsarmee veranlassen, sollte sich die Gruppe der schwarzen Schafe als Mehrheit entpuppen.

Verwirrend ist hierbei einmal mehr die sensationsgesteuerte Prioritätensetzung in den Medien. Obwohl Margot Käßmann, weitaus intenisivere Erwähnung fand, als komatös gesoffene Soldaten, es gilt weiterhin: wenn ich die Wahl hätte zwischen angetrunkenen Bischöfinnen, die im Amt bleiben, oder besoffenen Soldaten, die für Deutschland am Hindukush gefährliche von liebenswerten Afghanen unterscheiden sollen, dann wäre meine Entscheidung unstrittig.

Selbstverständlich will ich niemandem die Freude am bewaffneten Verteidigen nehmen. Als Alternative zur Bundeswehr kann ich das österreichische Bundesheer empfehlen. Den Großteil des Alkoholvorrats vernichten hier offensichtlich schon die Marketingbeauftragten, was dieser aktuelle Werbefilm zeigt:

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mediale Widersprüche – Teil 1: Anonymität zur Primetime

25. Februar 2010 - 22:03 Uhr

Man kann von Google StreetView halten, was man will, ich persönlich erfreue mich gern an virtuellen Spaziergängen durch Los Angeles, Paris oder Rom. Alles in allem ist diese neue Funktion des Kartendienstes GoogleMaps eine hervorragende Spielerei und ein besserer Zeitvertreib als das durchschnittliche Fernseh-Abendprogramm.

Seit einiger Zeit lichtet Google nun die Bundesrepublik ab und will seinen Dienst dementsprechend auch zeitnah mit hochauflösenden Bildern deutscher Straßen und Häuser erweitern. Wer die Deutschen kennt, der weiß, sie befürchten gern. Sie befürchten, sie könnten ihren Arbeitsplatz verlieren, sie befürchten, die Nachbarn seien nicht neidisch auf ihre Vorgärten und am liebsten befürchten sie, ihre Befürchtungen blieben ungehört. Beim Thema StreetView befürchtet der Deutsche nun, wie kein zweiter, dass sein Recht auf Privatsphäre verletzt wird.

Google Deutschland musste Zugeständnisse machen, wie in keinem anderen der bisher 19 Länder, in denen das Programm schon online ist. Das Unternehmen kündigte an, die Bilder all jene Häuser zu löschen, für die es eine entsprechende Eingabe bekommt. Die deutsche Straßenansicht könnte so einen Haufen schwarze Löcher erhalten.

n-tv – Dienstag 23. Februar 2010

Nun kann sich jeder Interessierte eine eigene Meinung zu den Gefahren und Vorzügen zusammenbasteln. Die Fernsehanstalten und Printmedienbieten bieten hierfür auch zahlreiche Schablonen, je nachdem, ob man sich eher dafür oder dagegen “entscheiden lassen” will. Dieter Hemann jedenfalls, seines Zeichens Befürchter und Hausbesitzer aus Lübeck, wählte den Gang an die Öffentlichkeit, um seine Anonymität zu wahren. Das klingt im ersten Moment vielleicht ein wenig paradox. Bei genauerer Betrachtung möchte man ‘paradox‘ dann jedoch umgehend durch ‘reichlich dämlich‘ ersetzen. Herr Hemann trat stellvertretend für sich und 19 benachbarte Befürchter vor die RTL-Kameras, um zu erklären, dass seine Hausfassade nicht “weltweit gesehen werden kann.”, da er schriftlich Einspruch bei Google anmeldete.

Umrandet wurde dieses Interview von aufschlussreichen Einblicken in die Wohnsituation des Lübeckers, wie Aufnahmen seines Hauses oder angrenzenden Fußwegen. Außerdem wurde das Geheimnis gelüftet, ob Dieter Hemann nach Verlassen seines geerbten Hauses die Tür abschließt – er tut es nicht, denn es findet ja jetzt ohnehin niemand mehr. Wenige Sekunden später sorgt er sich dann über die Möglichkeiten, die Google StreetView Kriminellen “weltweit” biete. Eine Statistik, die ich leider nicht zur Hand habe, die aber gewiss existiert, kann die Sorgen des Herrn Hemann zerstreuen: Ein Großteil der Diebstähle in deutschen Haushalten geht von Mitbürgern aus dem näheren Umland aus. Es ist also, entgegen seiner Vermutung, recht unwahrscheinlich, dass ein aufgeweckter, mexikanischer Kleinganove mit Internetanschluss, einen Flug von Acapulco nach Deutschland bucht, um in Lübeck (von Google StreetView nicht in seiner Existenz verifiziertes) Tafelsilber zu stehlen.

Diese Erkenntnis wird den Vetreter der typisch deutschen Gattung “besorgter Anwohner” sicher hart treffen, setzte er doch alles auf eine Karte und tauschte seine nationale Anonymität in den RTL-Abendnachrichten vom 23. Februar gegen die Sicherheit vor internationalen Kriminellen. Da in jedem von uns zuweilen die Paranoia zu Gast ist, nehme ich beispielsweise Abstand davon, alle Welt mit privaten Fotografien von mir auf Facebook und Co. zu versorgen. Die peinlichsten, dieser Aufnahmen, die niemals jemand sehen wird, werde ich demnächst im Sat1 Frühstücksfernsehen vorstellen.

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Auf dem Planeten der Frauen

25. Januar 2010 - 01:54 Uhr

Ich wage mich jetzt mal auf sehr dünnes Eis und gebe ein Review zu dem Film “Sumuru – Planet der Frauen” ab, der gestern 23:35Uhr auf dem Privatsender RTLII für Unterhaltung sorgen sollte. Man muss noch erwähnen, dass der Sender den Streifen schon am 13. und 14. Januar zeigte und ihn, um die Quoten auf ein halbwegs erträgliches Maß addieren zu können, auch am Mittwoch um 02:55Uhr nochmals ausstrahlt.

Obwohl ich schon die ersten Teile der Reihe, also die mit den Affen, nicht sonderlich mochte, versuchte ich mich weitestgehend unvoreingenommen ins Fernsehvergnügen zu stürzen. Sicherheitshalber fesselte ich mich mit einem Fußbad vor den Bildschirm und warf die Fernbedienung außer Reichweite (was ich später mit einem nassen Fußboden bezahlen sollte).

Dann ging es also los: Man beobachtet die beiden Astronauten Adam Wade und Jake Carpenter, die eigentlich die Erde retten sollen (Virus gefährdet Menschheit usw. usf…) bei einer Bruchlandung auf einem total heruntergewirtschafteten Planeten (Anspielung? erste Ahnung?). Da dem Navigator bei diesem Vorgang ein riesiges Metallstück in die Brust geraten ist und dieser es nun erstmal ruhig angehen lassen muss, macht sich Adam allein auf, um das Gebiet zu erkunden. Einige Minuten später wird er von Frauen gefangen genommen, die alle in aufreizende, unbequeme Aufmachungen gepresst wurden, über die man sich noch nicht wundert (denn man denkt ja noch: ok, da haben die männlichen Bewohner des Planeten halt was zu gucken)

Nun wird dem Zuschauer verdeutlicht, dass es hier zwei Fronten gibt. Einmal die Königin des Planeten, Sumuru. Und auf der anderen Seite ihre Widersacherin Priesterin Taxan, die, um  uns die Sympathiezuordnung zu erleichtern, in schwarzer Lederkriegsrüstung herumschlawenzelt. Ein handfester Zickenkriegsdialog dieser beiden Damen ließ mich meine vorausgegangenen Spekulationen über eine Beteiligung von Alice Schwarzer an Drehbuch oder Produktion komplett verwerfen. Auch die unterbewusste Hoffnung auf einen handlungsschwangeren Erotikthriller wurde jäh enttäuscht (und zwar in beiden Punkten – Handlung und Erotik).

Zumindest befriedigte sich mein immer größer werdendes Verlangen nach der Antwort auf die Frage, wie eine menschliche Rasse 900 Jahre ohne Männer überleben kann, was in keiner Weise chauvinistische Züge offenbaren soll, sondern lediglich aus regem, biologischem Interesse folgt. Die männlichen Zeitgenossen werden von den Frauen zur Sklavenarbeit und Ölförderung angehalten, weil Sie für eine Atomkatastrophe verantwortlich waren und dürfen ab und an mal zur Reproduktion antreten. Das ist also Gesellschaftskritik à la RTLII.

So wäre es auch unserem Adam beschieden, wenn er nicht die Neugier der Planetenkönigin geweckt hätte. Während diese nämlich noch mit Armbrüsten (Anspielung??) unterwegs ist, kann er schon eine Laserpistole vorweisen, deren Auswirkung allerdings auch keine großen Lücken ins Budget der Special-Effects-Verantwortlichen gerissen haben dürfte. Nochmal etwas deutlicher: die Frauen prügeln sich grad durch ihr planetares Mittelalter, während die beiden Männer die Hand des Fortschritts und die Stimme der Moral darstellen (Anspielung???). Wie Männer nunmal so sind, wollen Sie die Frauen von den Vorzügen der Nächstenliebe überzeugen und den Planeten retten, der kurz vorm Zerplatzen steht. Dies kündigt sich durch Erdbeben an, deren Umsetzung der Produzent selbst folgendermaßen beschreibt: “Erdbeben hieß: tüchtig mit der Kamera wackeln!”

Langeweile zwang mich, weitere Sachverhalte zu hinterfragen: Warum gibt es auf diesem Planeten nur Frauen, die mit Idealmaßen aufwarten können? Wieso wird das Thema “Schlange” so oft (Religion, Mordwerkzeug…) bemüht? Was passiert mit dem ganzen Öl, das die Männer ununterbrochen fördern? Was macht RTLII mit den vielen Einnahmen aus den dauernden Werbepausen, wenn sie schon nicht für sehenswerte Filme ausgegeben werden?

Naja, die Antwort auf die zweite Frage beantwortete folgende Szene: Sumuru verarztet Adam nach einem Schlangenbiss mit einem Antidot, dass sie in ihrer Haarnadel aufbewahrt, begleitet von dem Satz: “Meine Welt ist voll von Schlangen!” (Anspielung!!!) Dieser Fausthieb ins Gesicht des Feminismus war auch mir zuviel und ich zerbrach die Fernbedienung, die ich mir für die Werbeunterbrechung wieder in Reichweite gelegt hatte. Danach sprang ich auf, trat in den Fernseher, packte ihn und warf ihn aus dem geschlossenen Fenster wobei er auf Höhe der zweiten Etage noch effektvoll ex- oder implodierte (ich konnte es nichtmehr genau erkennen). Beim Aufprall erschlug er, völlig zurecht den Produzenten und den Intendanten des Senders, was die wartende Traube von aufgebrachten Frauen mit tosendem Beifall belohnte.

Es kann aber auch sein, dass ich einfach umschaltete, weil mittlerweile “Antikörper” im ZDF lief, der mir zu gut war, um ihn mit einer Filmkritik zu bedenken. Ich kann mich nichtmehr genau erinnern. So oder so, ich verpasste das Ende des Planeten der Frauen. Wenn es bewundernswerterweise jemanden gibt, der den Film bis zum Ende geschaut hat, wäre ich Informationen zu folgenden Punkten nicht abgeneigt (jedoch auch nicht eben zugeneigt). Ist der Planet tatsächlich geplatzt? Wurde auch das mit “tüchtigem Kamerawackeln” dargestellt? Sind die Frauen noch zur Vernunft gekommen? Hat Adam sie mit zur Erde genommen? Sind sie geschlossen zum Islam konvertiert? Gibt es eine Fortsetzung? (Vorschläge: 2013 – Planet der Blamierten; Lafontaine – der rote Planet; Pluto – kein Planet mehr)

Fazit: RTLII hätte es beinahe geschafft, mir eine meiner schönsten Fantasien zu verhageln. Glücklicherweise traten zu viele Ungereimtheiten auf, die jeglichen Realismus im Keim erstickten und mir doch noch den Glauben an einen lebenswerten Planeten der Frauen erhielten.

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Geheimtipp/Enttäuschung für Stromberg-Fans

30. November 2009 - 10:54 Uhr

Wem die deutsche Büro-Satire “Stromberg” Fröhlichkeit und die englische Sprache keine Probleme beschert, dem kann man guten Gewissens das britische Vorbild “The Office” mit Ricky Gervais in der Hauptrolle empfehlen. Erschreckend auffällig bediente sich Pro7 für die Comedyserie um Christoph-Maria Herbst am BBC-Original, ohne jemals irgendwelche Rechte erworben zu haben. Die Story (ein Kamerateam dokumentiert das Alltagsgeschehen eines typischen Büros), die “talking heads” (persönliche Interviews der Angestellten), die Charaktere, die Szenenwechsel mit dem leeren Büro, in dem das Licht angeht, sogar der Bart des Bürodiktators, alles wurde dreist geklaut. Die Folge: der Sender BBC behielt sich rechtliche Schritte vor und Pro7 muss seit der zweiten Staffel im Abspann den Hinweis „Inspired by the UK BBC series The Office created by Ricky Gervais and Stephen Merchant“ einblenden.

TO

So gut die deutsche Kopie auch ankommen mag und so liebevoll die einzelnen Charaktere, allen voran ein glänzender C.-M. Herbst als ‘Bernd Stromberg’, gespielt sein mögen, Kreativität kann man den “Machern” von Pro7 hier nicht nachsagen. Nichtsdestotrotz gehört “Stromberg” zu den derzeit erfrischendsten Satireserien im deutschen Fernsehen und ist allemal sehenswert. Allerdings hat der Fernsehgenuss zumindest bei mir nun immer einen faden Beigeschmack, suche ich doch bei jeder Szene nach Parallelen zum weitaus besseren Gegenstück von der Insel.

Ein weiterer Geheimtipp, ebenfalls mit Ricky Gervais in der Hauptrolle, ist die britische Sitcom “Extras”, was soviel wie ‘Statisten’ bedeutet. Gervais spielt hier auf grandiose Art und Weise einen recht erfolglosen Nebendarsteller, der in jeder Folge auf einen anderen, sehr prominenten Schauspieler oder Musiker (z.B. Ben Stiller, Kate Winslet, Robert DeNiro) trifft.

Die 12 Episoden von “Extras” sowie die Serie “The Office” findet der Suchfensterschlagwortprofi übrigens bei Youtube, wenn er beispielsweise nach  the office UK 1-1-1 sucht.

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Gute Idee – falsche Plattform

13. November 2009 - 01:55 Uhr

Als ‘Viral’ bezeichnen Menschen, die sich in der Welt des unnötigen Benennens wohl fühlen, Werbespots, die vorerst nur im Internet veröffentlicht werden. Vor einiger Zeit tauchte folgendes Viral im Netz auf, das etwas übers Ziel hinausgeschossen ist und nie im Fernsehen veröffentlicht wurde:

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Die Aussage ist genauso deutlich wie unsinnig. Ganz schön klein, ganz schön hart, dieser VW Polo. Natürlich stellte das Video sofort Zündstoff für explosive Diskussionen dar und so dementierte VW letztlich jegliche Beteiligung an dem provokanten Clip. Mittlerweile ist bekannt, dass die Betreiber der Seite leeanddan.com für die Produktion verantwortlich sind. Woher das auf 80.000€ geschätzte Budget für den Film stammt, ist weiterhin unbekannt.

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Hasselhoffs Geheimnis

7. November 2009 - 00:30 Uhr

Bei der Verleihung der MTV Europe Music Awards in Berlin ließ David Hasselhoff, der hoffentlich noch ein paar Spirituosen für die Aftershow-Party übrig gelassen hat, eine Bombe platzen. Er beteuerte, keine Schuld am Mauerfall, der sich vor ziemlich genau 20 Jahren ereignete, zu tragen. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und machte die ostdeutschen Bürger für die Zerstörung des Bauwerks verantwortlich. Auch, wenn er sich lange mit den fremden Federn geschmückt hat, war es doch ein feiner Zug schließlich doch mit der Wahrheit rauszurücken.

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gespielte Realität

23. Oktober 2009 - 13:48 Uhr

Für alle, die sich zur Steigerung des Selbstwertgefühls der veschiedenen “Reality-Soaps” im deutschen Fernsehen bedienen:

…Und wenn auch die Realität nicht mehr genug hergibt, dann wird ihr neuerdings noch nachgeholfen mit inszenierter “Wirklichkeit” nach Drehbuch und mit Schauspielern.

Imke Arntjen von 030-Casting ist Herrin über eine riesige Datenbank mit bundesweit knapp 8000 Kontakten zu zeigefreudigen Zeitgenossen. Arntjen sucht, was der Markt verlangt. Kommt von einer Produktionsfirma eine neue Idee zu einem Reality-Format, schickt sie einen Newsletter durch ihr Netzwerk. Egal, ob nur eine Familie gesucht wird, die für ein Boulevardmagazin in einen Megastau fährt, oder ob Schnäppchenjäger beim Einkaufen benötigt werden, ob ein Sender unbedingt Alkoholiker am Arbeitsplatz oder bekennende Vampire im Programm haben will: Arntjen sucht. Allerdings mit wachsender Unlust.

Das Boom-Genre hat ein Personalproblem

Die Idee sei mal gewesen, dass man Menschen mit spannenden Geschichten von der Kamera begleiten lässt, sagt sie. “Heute denkt man sich spannende Geschichten aus und sucht halbwegs passende Leute dazu.” Das ganze Genre sei “degeneriert. Wie bei einer Droge musste die Dosis immer mehr gesteigert werden”.

Die Sache ist nur: Es sind nicht mehr genug Leute bereit, sich für diese Formate im Fernsehen zur Schau stellen zu lassen. Obwohl die halbe Republik inzwischen kaum etwas dabei findet, im Internet das eigene Privatleben zu entblößen, reicht die Exhibitionisten-Rate im Land nicht mehr aus, den Hunger der Sender zu bedienen: Das Boom-Genre hat ein Personalproblem. …

Quelle: Spiegel online

Tja, da muss man wohl wieder an der eigenen Vita tätig werden, um den Selbstrespekt zu erhalten. Vorbei die Zeit, als man glänzen konnte, da ‘getauschte Frauen’ und “Familien im Brennpunkt”  das gefühlte Niveau auf dem Gefrierpunkt hielten und den Zuschauer selbst in der Krone der Schöpfung einnisteten. So gut es die Seele auch balsamiert, schier unendliche Überlegenheit zu fühlen – wenn diese nur gegenüber exhibitionistischen Laiendarstellern gilt, ist es doch nicht halb so schön.

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Katastrophenfilm mal anders

19. Oktober 2009 - 17:16 Uhr

RTL gibt mit der Austrahlung des deutschen Fernsehfilms “Vulkan” dem Begriff  ‘Katastrophenfilm’ eine ganz neue Bedeutung.

Der Albtraum jedes gefahrenbewussten Rheinländers wird wahr: ein Vulkanausbruch in der Eifel! Mit (ein Adjektiv wäre selten so deplatziert wie hier) Effekten und ohne Handlung strahlte RTL gestern  den ersten von zwei Teilen seiner Beschäftigungsmaßnahme für bedingt begabte, deutsche Berufsschauspieler mit dem Titel “Vulkan” aus. Die monotonen, einfallslos dahincharakterisierten Protagonisten bauten 90 Minuten lang Erwartungen auf, die der vor Spannung den ganzen Tag schon nur so zappelnde Zuschauer heute abend wieder abbauen darf. Man könnte sich ja mal einen Spaß erlauben und stattdessen heute lieber eine Partie Halma in kleiner Runde veranstalten – für die abgedroschenen Dialoge kann man bei Bedarf selbst sorgen.

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Top 25 Social Network-Groups

15. Oktober 2009 - 16:53 Uhr

1. Brauche Balkon um zum Volk zu sprechen

2.I got a nice, warm cup of shut-the-fuck-up for you

3.Guten morgen, ich nehme den Grillteller

4.Die Todesmutigen Kettenbriefunterbrecher

5. In Wirklichkeit heiß ich Kalle arbeite bei KiK und bin auf Crack

6. Die Aldi Kassiererin ist immer schneller als ich

7. Disney hat mir unrealistische Erwartungen von der Liebe gegeben

8. Hurra !!! …ach ne, doch nicht

9. Beziehungsstatus: Ich geh mit meiner Laterne…

10. Klar kannst du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir!

11. Wenn man keine Tiere essen soll,warum sind sie dann aus Fleisch?

12. Aha. Du bist also 13, rauchst und schminkst dich wie ne Nutte

13. Wenn ich alt bin, werde ich nur nörgeln. Das wird ein Spaß

14. Dreckiges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert!

15. Ich hatte in der Schule nur Singen und Klatschen

16. Schimpfworte und Kraftausdrücke bereichern jedes Argument!

17. Wenn man mir früh genug bescheid sagt, bin ich auch spontan

18. Bei Stromausfall ist die Gelegenheit günstig, mit Fön zu baden

19. Frauen Komplimente zu machen ist wie Topfschlagen im Minenfeld!

20. Ich bin nicht schüchtern, ich will wirklich nicht mit dir reden!

21. Der König hat mich geschickt. Ich soll dich schlagen

22. Dank Ed Hardy erkenne ich Vollidioten sofort!

23. Wenn mein Kind später mal FRUCHTALARM sagt,kommt es in den Mixxa

24. Zwei Kekse schmecken doppelt so gut wie ein Keks!

25. Ich bereue nichts, das wäre unprofessionell

Danke auch an onezblog.de!

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a new blog is born!

9. Oktober 2009 - 14:14 Uhr

Endlich ist es soweit – ein sogenannter weblog unter meiner Aufsicht hat sich ins world wide web verirrt. Viel Spaß allen Betrachtern!

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